Pichler WJ: Regulation
der Immunantwort: das TH1-/TH2-Konzept.
Schweiz Med Wochenschr 1997;127:341348.
Fortbildung
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| Regulation der Immunantwort: das TH1-/TH2-Konzept | Cet article n'a pas été résumé en français |
Regulation of immune
response: the TH1/TH2 concept
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| Das Immunsystem hat
verschiedene Möglichkeiten, auf ein Antigen zu reagieren. Durch die Art der
Antigenpräsentation, die Menge des Antigens, die Lokalität der Antigenaufnahme und Art
der Antigen-präsentierenden Zelle (APC) und vor allem durch das Zytokin-Milieu
(freigesetzt durch die APC oder andere Effektorzellen der Entzündungsreaktion) sowie
genetischen Komponenten wird der Reaktionstyp beeinflusst. Eine nicht passende
Immunantwort kann zu Krankheiten führen. Am besten ist dies bei Infektionserkrankungen
wie Lepra belegt, wo eine starke humorale Immunantwort ineffektiv ist (Lepra lepromatosa),
während eine zelluläre Immunantwort (Lepra tuberculosa) die meisten Bakterien
eliminiert. Ein wesentlicher Faktor für eine passende Immunantwort ist die Stimulation unterschiedlicher T-Zell-Subpopulationen. Innerhalb der CD4- und CD8-Subpopulation können weitere Unterscheidungen je nach Zytokinproduktion getroffen werden. So produzieren sogenannte TH1-Zellen vor allem IFN-gamma und IL-12, was die zelluläre Immunität stärkt; hingegen setzen TH2-Zellen viel IL-4 und IL-5 frei, wesentliche Faktoren für IgE-Produktion und Eosinophilie (allergischer Entzündungstyp). Wenngleich diese Unterscheidung beim Menschen nicht immer strikt vorzufinden ist und man meist von TH1- oder TH2-ähnlichen Zytokinmustern spricht, hat sich dieses Konzept gut bewährt, um unterschiedliche Erkrankungsabläufe besser zu verstehen. Da die TH1- und TH2-Zellen antagonistisch wirken, wird bereits an therapeutische Ansätze gedacht, z.B. Stärkung der TH2-Immunantwort bei TH1- dominiertem Entzündungsablauf und umgekehrt. |
The immune system has
different possible ways of reacting to an antigen. The choice of an appropriate immune
response is determined by the manner of antigen presentation, the amount of antigen, the
localization of antigen uptake, the type of antigen presenting cell, the genetic
predisposition of the individual and the presence of certain cytokines released by antigen
presenting or other inflammatory cells. An immune response which is not not appropriate
can lead to clinical symptoms or insufficient clearance of an infectious agent. This is
well- illustrated in the example of lepra lepromatosa (insufficient, since humoral immune
response to an intracellular agent) or lepra tuberculosa (complete clearance of Mycobacterium
leprae). A decisive step for the type of immune response is the stimulation of different T-cell subpopulations. CD4 or CD8 T-cells can be further subdivided by a distinct cytokine production. Socalled TH1 cells predominantly produce cytokines, which stimulate a cellular immune response (IFN-gamma, IL-12, IL-2). In contrast, TH2 cells predominantly produce IL-4 and IL-5. These cytokines boost an IgE-mediated allergic reaction and inflammation. Although the TH1/ TH2 distinction is frequently not absolute, as overlaps can frequently be observed, this classification is useful for better understanding of immune reactions in various diseases. Moreover, since TH1- and TH2-related cytokines act antagonistically, therapeutic strategies are under development which strengthen e.g. a TH2 immune response in TH1 dominated diseases and vice versa. |
Institut für Immunologie und Allergologie, Inselspital, Bern
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